Nelson Müller über Mut, Genuss und große Pläne
Shownotes
Nelson Müller ist Koch, Gastronom, Hotelier, Musiker und Gastgeber — aber im Kern immer noch vor allem eines: Koch. Im Feinschmecker-Podcast erzählt er, wie ihn das Essen in seiner Kindheit geprägt hat, warum für ihn gutes Essen immer auch mit Familie, Gesellschaft und Maß zu tun hat und weshalb ein Eintopf bis heute zu seinen großen Lieblingsgerichten zählt. Es geht um Kartoffelsalat-Debatten am Familientisch, um Hühnerfrikassee, Pfannkuchen mit Nutella und die ersten kulinarischen Prägungen zwischen schwäbischem Schrebergarten, Bauernhofverwandtschaft und Metzgerei.
Außerdem spricht Nelson Müller über seine Ausbildung in Stuttgart und auf Sylt, seine ersten Fernsehauftritte bei „Kerners Köche“ und darüber, wie aus dem Koch nach und nach eine starke Marke wurde. Er erzählt von der Diepeschrather Mühle, die heute Hotel, Eventort, Brasserie und Fine-Dining-Restaurant zugleich ist, von den Herausforderungen eines großen gastronomischen Projekts und von seiner Überzeugung, dass gute Gastronomie heute breiter aufgestellt sein muss, um zu bestehen. Und es geht um Teamkultur, Musik in der Küche, Hühnerfrikassee fürs Personal — und um die Frage, warum dieser Beruf für ihn trotz aller Härten immer noch der schönste der Welt ist.
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00:00:00: Also es gab nie den Gedanken, warum habe ich mir das eingetannt?
00:00:07: Ja also dieser Gedanke hat mich natürlich schon manchmal beschlichen ehrlicherweise.
00:00:15: Da muss ich da schon ehrlich sein, dass zwischendurch war es schon manchmal, wo ich gesagt hab Boah!
00:00:20: Was hast du da gemacht?
00:00:22: Was hatte dich geritten?
00:00:23: oder was hatte ich gebissen?
00:00:25: Was haste
00:00:25: getrunken?!
00:00:30: Hallo und herzlich willkommen zum Feinschmecker Podcast.
00:00:34: Mein Name ist Julius Schneider, ich bin heute in der Diepe-Schrater Mühle in Bergisch Gladbach.
00:00:41: Das ist ja eine Mischung aus Restaurants, Eventfläche und einem Hotel mitten im Wald.
00:00:48: Das Besondere ist vor zwei Jahren stand das alles hier noch leer – unser ganz anders aus als es heute ist!
00:00:55: Und ich spreche mit dem, der dem ihr Leben eingehaucht hat Nessen Müller.
00:01:01: Der ist nicht einfach nur Koch, obwohl er das am liebsten isst.
00:01:04: Er's auch Gastgeber Unternehmer und natürlich auch Musiker.
00:01:07: Wir sprechen darüber was gutes Essen für ihn wirklich bedeutet Und natürlich auch über die Idee hinter der Mühle.
00:01:13: Warum hat er sich dieses große Projekt vorgenommen?
00:01:18: Natürlich sprechen wir auch über des Feindeining Restaurant Schote und er erzählt uns warum es ihm so wichtig ist trotz deiner vielen Auftritte im Fernsehen hier noch regelmäßig mit zu kochen.
00:01:29: Viel Spaß beim Hören.
00:01:35: Werbung Es gibt Menschen, die reden beim Essen über Aromen, Texturen und Mundgefühl Und es gibt Menschen die sagen Das schmeckt!
00:01:44: Und beides ist völlig okay Denn Genuss passt in keine Schublade.
00:01:49: Alles was es braucht ist Appetit Zum Beispiel auf ein perfekt gegrilltes Steak Ein saftigen Braten Oder eine Bratwurst vom Grill.
00:01:57: Egal ob Feindinning Hausmannskost Street Food Grillabend oder das Lieblingsgericht, dass man schon seit Jahren immer wieder gerne ist.
00:02:05: Vielfalt macht unsere Teller spannender und unser Miteinander entspannter – ob Feinschmecker oder einfacher Genießer!
00:02:12: Ist
00:02:13: was dir schmeckt.
00:02:15: Werbung Ende Ja lieber Nelson herzlich willkommen zum Feinschecker Podcast.
00:02:20: Herzlichen Dank.
00:02:21: schön dass ich da sein darf freu mich
00:02:23: ja schön dass wir heute hier sein können in der Diebeschrattermühle.
00:02:27: Aber wir fangen mal eher am Anfang an, und zwar du bist in Stuttgart aufgewachsen.
00:02:31: Deine Mutter kommt aus Schleswig-Holstein, dein Vater aus
00:02:34: Bayern.".
00:02:35: Und was mir da so einen Sinn kann?
00:02:36: Die Frage ist, welchen Kartoffelsalat gab es denn zu
00:02:39: Hause?".
00:02:40: Oh die Frage!
00:02:41: Welcher Kartoffelsalat wohl nun der beste sein möge hat tatsächlich die Gemüter erhitzt am Mittags oder Abendessen Tisch Und zu keinem konkreten Ergebnis geführt muss ich ehrlicherweise sagen, was aber auch gut ist.
00:02:58: Denn... Ich finde ja Essen sollte man eben so wie die Gemütslage jeweils ist und manchmal ist mir furchtbar nach Süddeutschland und manchmal fühle ich mich auch sehr norddeutscher.
00:03:08: Und dann nach Majo okay!
00:03:10: Also gab's beides.
00:03:12: Das ist ein ganz schöner Übergang weil in deinem Kochbuch schreibst du in einem deiner Kochbücher schreib'st du gutes Essen ist einfach ein Schlüssel zu einem guten Leben.
00:03:20: Was is denn gutes Essen für dich?
00:03:22: Nährgutes Essen ist zum einen natürlich die Nahrungsmittel selber.
00:03:27: Das heißt, dass das Grundprodukt von außerordentlicher Qualität ist und dafür braucht es manchmal gar nicht viel.
00:03:34: Wir sind in Deutschland hier in einer gemäßigten Klimazone predestiniert dafür Gemüse anzubauen.
00:03:40: also wir sind ein ausgesprochenes Gemüserland.
00:03:42: Hier gibt's eine Vielzahl von Gemüsesorten Die gar nicht teuer sein müssen.
00:03:46: aber eben ja ist natürlich schön wenn sie frisch sind vielleicht sogar auch ein Bio Gemüse ist, was nicht gespritzt ist.
00:03:54: Und aber natürlich auch wenn es ums Protein geht bin ich natürlich immer lieber auf der Seite dass man sagt das Bessere ist das guten Feind.
00:04:03: also ein toller Fisch und ein Stück Fleisch aber vielleicht dann auch ein bisschen weniger Fleisch als sonst oder als man vielleicht sonst wirklich jeden Tag essen würde.
00:04:13: und das ist für mich schon mal die Grundbasis.
00:04:16: Die Dosis, also wie viel man ist finde ich extrem wichtig.
00:04:20: Das merke ich an mir selber immer wenn ich einigermaßen auf meinen Bedarf ausgewogen esse.
00:04:26: Also bei mir zum Beispiel Intervallfasten mache und ich sage mal so mit ein zwei Mahlzeiten die so über den Tag verteilt sind dann fühle ich mich meistens ziemlich gut.
00:04:36: Und neben dieser in Anführungszeichen gesunden Ernährung kommt aber ja auch noch die sozialgesellschaftliche Komponente dazu und das heißt Essen in Gesellschaft mit lieben Leuten, mit Familie.
00:04:47: Das ist ja auch nachgewiesen dass die Leute, die besonders alt werden in manchen Ländern eben auch oft sehr gut intakte Familienstrukturen haben und ja die die Gesellschaft eben auch ein weiterer Schlüssel zu gutem Essen ist.
00:04:59: Ja
00:05:00: und wie du schon sagst je nach Stimmungslage mal Mayo oder Brue-Kartoffelsalat ist je nachdem dann das das gute Essen.
00:05:07: Wie war es denn?
00:05:08: In deiner Kindheit bist du so aufgewachsen mit gutem essen also wurde darauf Wert gelegt, dass frisch gekocht wurde.
00:05:14: Meine Eltern sind ja, mein Vater ist Jahrgang, thirty-fünf.
00:05:19: Meine Mutter acht Jahre jünger und sie haben natürlich die ganze deutsche Kulinarik durchgemacht das heißt von den ersten Dosen Erbsen bis hin dahin dass man gesagt hat okay jetzt gibt's die vielleicht auch gefroren in einer etwas besseren Qualität mit etwas mehr Nährstoffe und meine Eltern aber immer auf gute Ernährung sehr viel Wert gelegt.
00:05:38: ich bin mit drei Schwestern groß geworden Mein Vater kommt von der Bauernhof Familie mit angeschlossener Metzgerei und Wirtschaft.
00:05:45: Das heißt, das wurde mir quasi schon in die Wiege
00:05:47: gelegt.".
00:05:48: Und dein Vater glaub ich auch Gemüse selber angebaut?
00:05:52: Ja mein Vater liebte das Gärtnern aufgrund seiner Vergangenheit als Kind auf dem Bauernhof hatte er natürlich da auch die nötige Expertise hat mich immer mitgenommen und wir hatten einen kleinen Schrebergarten und weit unseres Zuhauses im Stuttgart auf den Filtern den wir bewirtschaftet haben und der wirklich erstaunlich viel Gemüse auch abgeworfen hat.
00:06:16: Und wie im Sommer dann auch zu selbst versorgern von... Okay,
00:06:23: und gibt es ein Gericht was dich an die Kindheit erinnert?
00:06:26: Was du heute noch gerne isst?
00:06:27: Oh da gibts schönerweise wirklich sehr viele Gerichte.
00:06:30: also ich kann mich lebhaft an das Hühnerfrikassé meiner Mutter erinnern bei dem ich eben mit Genuss die Hühnehaut separiert und verspeist habe aber Ja, sowas wie Pfannkuchen.
00:06:44: Es war das Gericht was es gab wenn ich gute Noten geschrieben habe.
00:06:47: Pfann Kuchen mit Nutella oder mit Käse überbacken oder mit Syrup.
00:06:54: also da gibt's unzählige Geschichten.
00:06:56: Ich lieb das wenn sie Grießbrei gemacht hat oder Reisauflauf oder Dampfnudeln.
00:07:01: Also wir sind ja in Süddeutschland auch durchaus den süßen Speisen zugewandt Wenn es auch um Hauptgänge geht im Mitteldeutschland, sonst nicht unbedingt als vollwertige Mahlzeit verkaufen.
00:07:15: Aber in Deutschland ist ja an Kaiserschmarrn auch mal durchaus ein Hauptgang und das habe ich immer sehr geliebt.
00:07:20: aber auch die Eintöpfe.
00:07:21: also ich würde sagen wenn man mich fragt was ist dein Parade Lieblingsgericht?
00:07:25: Dann sind es die eintöpfel.
00:07:26: Ich hab's immer geliebte bei meiner Mutter so einen reichhaltigen Gemüseeindauf mit Fleisch-Einlage gemacht hat wo man die Knochen noch abknabbern konnte so dass da hab' ich geliebet.
00:07:34: Okay!
00:07:35: Und man merkt schon dann spürt es deine Liebe zu essen.
00:07:38: war die Also?
00:07:39: die war auch schon früher ausgeprägt, weil das ein Grund warum du kocht geworden bist?
00:07:43: Naja dadurch dass mein Vater eben aus dieser Familie stand mit dem Bauernhof und der Wirtschaft.
00:07:49: Da war ich natürlich als Kind häufig dort und es war auch oft Gegenstand unserer Gespräche am Tisch Und das hat mich natürlich fasziniert und begeistert.
00:07:57: Auch dass drumherum auch das Leben als Bauer hätte ich mir vorstellen können.
00:08:04: Ich hab Praktikum bei meinem Cousin in der Metzgerei gemacht, der diesen Hof jetzt weiter fortführt.
00:08:11: All das waren so Sachen die mich als Kind interessiert haben und die sicherlich dazu beigetragen haben dass ich später dann auch selber kocht geworden bin.
00:08:19: Okay!
00:08:20: Und du warst anstatt da angefangen?
00:08:23: Dann warst du aufs Sölde?
00:08:25: Wie war das für dich?
00:08:25: War das so faszinierend für Dich, was Du gesagt hast?
00:08:27: War der Moment wo Du gedacht hast okay das ist wirklich, das ziehe ich jetzt durch und ich mach es weiter.
00:08:33: In Stuttgart habe ich meine Ausbildung angefangen und da wurde der Grundstein gelegt.
00:08:40: Und ich hatte dann die Möglichkeit zu Holger Bodendorf nach Sylt zu gehen, dort meine Ausbildungen zu vollenden und weiterzumachen war dann zweieinhalb Jahre auf Sylt und das war für mich natürlich schon ein großer Schritt weg aus Stuttgarde, aus meiner Heimat vom Schwabenland in den hohen Norden.
00:08:57: Zu derselben Zeit sind meine Eltern allerdings nach Meldorf bei Büsüm gezogen.
00:09:02: Dadurch waren sie nicht so weit weg und die Schulter zum Ausheulen war nicht allzu fern.
00:09:07: Aber trotzdem, muss ich sagen, war das natürlich eine tolle Erfahrung von zu Hause wegzugehen und auf den Spuren der Kulinarik die Ausbildung zu machen und dann auch mal zu jemanden zu gehen der dann auch selber eben dort einen Stern gekocht hat, den Michelin-Stern erkocht hat.
00:09:26: Ich war in dieser Zeit dabei bei der wir eben auch so Gas gegeben haben.
00:09:31: als ich dann weg war, in dem Jahr sich den Platz verließ ist dann noch der Michelinstern gekommen und das war natürlich eine sehr bringende Zeit für mich.
00:09:41: Die Sterne bringt natürlich Popularität, bei dir ist es nochmal ein anderer Faktor, der dazukommt.
00:09:46: Du bist auch viel im Fernsehen zu sehen, du hast eine eigene TV-Show.
00:09:50: Du warst The Taste Jury mit Glied.
00:09:53: Weißt du noch wie das anfing?
00:09:54: Was dein erster Fernsehauftritt war und wie das zustande
00:10:00: kamen?
00:10:01: Mein erster echter eigener Fernseheauftritt kam so zustande, dass ich Manuela Ferling kennengelernt habe die damalige Managerin von den jungen Willen, die das auch mitbegründet hatte.
00:10:14: Sie hatte natürlich viele Kontakte und sie war die erste Anlaufstelle eigentlich für Fernsehen, diese Thematik.
00:10:21: Und arrangierte dann einen Casting für Kerners Köche was positiv ausfiel.
00:10:29: Man hat mich genommen und dann war ich tatsächlich in dem Jahr zwei Tausend Sechs zum ersten Mal bei Kernas Köchen.
00:10:35: Von da an ging es immer weiter.
00:10:37: Dann haben sich Leute gesehen, die wurden auf sich aufmerksam und die Nachfrage stieg...
00:10:42: Ja, also dann wurde ich weitergereicht und das war eine sehr spannende Zeit muss ich sagen.
00:10:48: Ich musste mich ja immer zicken ob es jetzt wirklich wahr ist und ob das wirklich passiert was mir da gerade wieder fährt weil mit der steigenden Popularität und den weiteren Fernseher auftritten ja ist ja vieles links und rechts eben auch gewachsen und ich wurde anders wahrgenommen man wurde mir wurde anders begegnet.
00:11:10: Sehr, sehr spannend für mich.
00:11:11: Ja und wie ist das heute für dich?
00:11:13: Man wüsste wahrscheinlich eher routiniert bei solchen Auftritten.
00:11:15: Ist das Teil des Jobs weil du bist ja auch schon eine Marke kann man sagen und Leute kommen bestimmt auch hierhin weil sie dich mal sehen möchten oder so oder sehen natürlich auch wissen wollen wie du kochst aber die wollen dir bestimmt nochmal hallo sagen.
00:11:27: Ist es so Teil des jobs?
00:11:28: profitiert als Restaurant davon?
00:11:31: Das Restaurant gerade die die Beschreiter Mühle Wo auch immer sie sind, Norder-Nahe, Thüringen oder Essen profitieren natürlich enorm davon.
00:11:42: Aber zu deiner Frage ob das jetzt Routine ist da kann ich ganz klar verneinen denn jeder Auftritt ist wieder eine neue Spannung.
00:11:50: kein Auftritt gleich dem anderen.
00:11:52: selbst der Restaurantabend ist ja immer ein anderer man hat neue Gäste man hat mehr Protagonisten Und man ist auch nie selber immer gleich drauf.
00:12:01: Also von daher, die Spannung ist immer noch da und ich bin auch immer noch sehr dankbar wenn ich so etwas machen darf und denke mir auch immer ja es ist letztendlich auch eine Wertschätzung des Handwerkes meines Berufes und dass wir heute als Köche so ja gewertschätzt werden das wir damit überall so stattfinden auch medial stattfinden das empfinde ich als großes Geschenk.
00:12:23: und da heißen in der Dankbarkeit da weil ich auch weiß dass es nicht immer so war
00:12:28: Und du hast es gerade schon durchklingen lassen mit deinem Restaurant auf Norderney und dann ... Du bist ja ein sehr umtriebiger Koch.
00:12:34: Man könnte sagen, du bist Unternehmer jetzt bist auch noch Hotelier.
00:12:36: Du bist Musiker, du musst Gastgeber.
00:12:39: Was sagst du wenn du dich vorstellst?
00:12:41: Was steht an erster Stelle?
00:12:42: An erster Stelle steht bei mir der Beruf Koch.
00:12:45: Ja das ist mein klassischer Ausbildungsberuf.
00:12:48: Ich glaube aber dass dieser Ausbildung berufe in der Gastronomie bis hin zu Tourismus und Tourismusmanagement oft ein ja ein breit gefächertes Tätigkeitsfeld hinten dran haben.
00:13:02: Ich glaube, gerade Gastronomen werden auch sehr gerne in der Wirtschaft oder Industrie genommen weil sie einen hohen Grad an Dienstleistungsbereitschaft auf mitbringen den Hospitality Gedanken in sich tragen vielleicht nicht auf die jede Stunde schauen.
00:13:20: Und deshalb glaube ich, kann man mit diesen Ausbildungsberufen sehr viel machen.
00:13:23: Deshalb finde ich das persönlich auch nicht ungewöhnlich Koch als Basisberuf zu haben und damit später Hotelier zu werden.
00:13:30: Viele Hoteliers haben irgendwann mal den Beruf des Koches erlernt oft dann natürlich nochmal in den Hotelfachmann vielleicht hinten dran gesetzt.
00:13:38: oder es ist ja auch so dass in den Ländern es verschiedene Ausbildungmodelle gibt in Österreich oder in der Schweiz ist das ja ganz anders als in Deutschland.
00:13:46: aber eben diese Basis zu haben aus einer Abteilung, einer Sparte.
00:13:51: Das ist glaube ich sehr wichtig.
00:13:53: und dadurch dass die Diebischrater Mühle ja auch eher Gastronomie mit Hotel ist also wobei das jetzt schon wieder ein bisschen zu klein klingt aber ich sage mal in der Diebische Ratermühle ist der FMB Anteil einen sehr hoher mit meinen beiden Restaurants mit Chote, mit Müllers und eben den Veranstaltungsräumlichkeiten wo wir auch Zeiten und Events machen.
00:14:14: Und dann dazu gegenüberstehend, die in Anführungszeichen nur fünfundzwanzig Zimmer sprechen natürlich schon eine Sprache bei der von der man sagen kann ja ich gehe das ganze eher aus Koch Augen an.
00:14:28: Ja und wir sitzen hier in der Dieb-Shrater-Mühle Wir sitzen hier an deiner Kochschule und du hast schon gesagt es gibt hier Eventflächen Es gibt zwei Restaurants Viele Hochzeiten findet hier statt sogar ein Standesamt ist hier, also man kann sich hier trauen lassen.
00:14:48: Und du hast einjähriges dieses Jahr gefeiert?
00:14:51: Da ist viel passiert!
00:14:52: Wie war das?
00:14:53: Weil ich habe die seit dem Jahr gestartet und es ist ja noch nicht so lange
00:14:57: her.
00:14:58: Nein wir haben mit den Bauarbeiten gestartet ... und das Einjährige war ein tolles Datum.
00:15:16: Auch eine wunderschöne Feier mit tollen Kolleginnen und Kollegen, auch hier aus der Region teilweise... ... aber auch aus der Ferne in Jörg Sackmann, der als Gaskochkar Maria Groß,... ... einen Mal- und Rademacher hier aus einer direkten Nachbarschaft oder Daniel Gottschlich vom Ochsenklee.
00:15:33: Dann Norderney hat sich die Ehre gegeben, der Lieber Stefan Konze aus dem Müllers, aus dem Stammehaus in Essen ist gekommen.
00:15:41: Das war ein besonderer Tag und auch ein bisschen Aufatmen, ein bisschen Dankbarkeit dafür es geschafft zu haben.
00:15:51: Ich würde nicht sagen dass wir jetzt komplett über den Berg sind aber was sich abzeichnet ist das die Idee die die Beschrater Mühle zu übernehmen.
00:16:00: Eine gute Idee war, dass das die richtigen Gedanken waren auch wenn es sicherlich eine ja nicht unrisikoreiche Entscheidung war so ein großes in Anführungszeichen-Resort hier zu übernemen.
00:16:14: aber es hat sich gezeigt, dass wir das können und dass wir ein unheimlich tolles Team sind.
00:16:20: Es ist unheimliche großartige Mitarbeiter gibt, die das ganze mittragen, die bereit sind oder bereit auch waren diesen Ja, manchmal auch schmerzhaften Weg mitzugehen.
00:16:31: Und ich finde das ist etwas, worauf man stolz sein kann und was nicht selbstverständlich ist in der heutigen Zeit.
00:16:37: Auch eben ja die Platzierung am Markt wo wir uns gefunden haben dass wir ein Relais & Châteauhaus sind.
00:16:44: Dass wir dort aufgenommen wurden, auch gut gescored haben nach den ersten Tests all das Erfüllt mich schon mit Stolz.
00:16:55: und diese Feier war auch ein bisschen ein Dankesagen.
00:16:57: Ja,
00:16:58: aber du erzählst das so?
00:17:00: Ich bin zum Beispiel seit ich hier angekommen habe das entdeckt und dann halt so umgebaut aufgemacht.
00:17:05: Aber man muss ja sagen stand fünf Jahre leer.
00:17:07: es war glaube ich Ausflugs Gastronomie Und das heißt ihr habt hier richtig viel Arbeit reingesteckt und was ganz neues nach deinen Vorstellungen wahrscheinlich aufgebaut.
00:17:17: Ja, das muss man tatsächlich sagen.
00:17:19: Es war schon ein kompletter Neustart.
00:17:21: Das Hotel stand in der Tat leer und wurde nie bewirtschaftet.
00:17:27: Auch das stellt man sich einfacher vor als es dann letztendlich ist.
00:17:32: Denn es ist schon so ein Schlachtschiff was dann wieder hochgefahren werden muss, was man hier und da auch mal streicheln muss und gut zu reden muss dass alles wieder so anspringt.
00:17:45: Die Gastronomie wurde ja betrieben, nicht in Gänze.
00:17:48: Nicht so wie ich das jetzt mache aber es gab sie und die wurde auch gut betrieben.
00:17:53: Und der Vorteil der Dippelstrahter Mühle ist dass hier einfach eine Landmark ist ein Gastronomie-Ausflugslokal Wie du schon richtig gesagt hast.
00:18:01: Ja Es war immer auch Konrad Adenauers Wohnzimmer.
00:18:05: Das war die gute Stube.
00:18:06: Der Kölner ist hierhin gewandert Auch im wahrsten Sinne des Wortes am Wochenende um hier Naherholung zu suchen, um hier ins Ausluckslokal zu kommen.
00:18:18: Und viele Menschen aus der Umgebung verbinden mit der Diebeschratermühle eine persönliche Beziehung ein Fest, eine Hochzeit und eine Kommunion.
00:18:26: Die heutige Schote war früher in der Kegelbahn so wie sie jetzt angelegt ist die Terrasse beispielsweise lief der Fluss genau da durch.
00:18:39: Art Carport der damaligen Zeit.
00:18:42: Und ja, die Mühle ist ja im dreizehnten Jahrhundert zum ersten Mal mittelalterlich genannt.
00:18:50: Diepe Schrad kommt von Diepeschrode also es eine Rodung gewesen und wir sind ja hier im Grunde genommen eher im letzten Ausläufer des bergischen Landes, ich würde sagen geografisch eher in der Kölner Bucht.
00:19:02: Das heißt wir haben hier viele Beche die aus dem Bergischen Land kommen und in den Rhein fließen und dieses Wasser hat man eben ausgenutzt.
00:19:10: deshalb waren hier viele Mühlen.
00:19:14: Also meine Diebischratermühle selbst war keine Mühle, sondern sie ist neben dran auf dem Gelände des Reiterhofes.
00:19:20: Da sieht man auch noch so ein bisschen wo der oder da ist eben auch der Mühlenbach.
00:19:25: Wir haben hier den Mutzbach sind zu zwei Becher die um die Mühler rumfließen.
00:19:28: wir haben selber drei hundert Meter Bach auf dem gelände.
00:19:32: und um jetzt nochmal auf deine Frage zu kommen Der Vorteil dessen das die Diebeschrater-Mühle in Köln so bekannt ist war sicherlich auch eine Zutat dafür, dass es so gut angelaufen ist.
00:19:45: Dann natürlich meine Medienwirksamkeit die ich hier schon voll reinlegen konnte.
00:19:50: Die liebe Birgit sitzt jetzt auch hier, hat da ordentlich mitgeholfen und die Werbetrommel gerührt wie Birgitt Borek und dann ja so haben wir das im Team wirklich nach oben gezogen.
00:20:04: Und es war viel Arbeit.
00:20:06: du hast recht, das hört sich jetzt so easy an.
00:20:09: In der Retrospektive sieht es immer leichter aus.
00:20:12: Es sieht
00:20:12: so aus, als ob
00:20:13: wir hingegangen
00:20:14: sind.
00:20:16: Das sieht alles cool aus und fühlt sich wohl wenn man ankommt.
00:20:19: Wir haben einen Schwimmteich natürlichen aber du hattest ja die Schote vorher und dann hast du das hier ein Sternerestaurant Vorher.
00:20:28: was hatte ich an der Idee des Hotels gereizt?
00:20:30: Du hast natürlich noch deinen Feind Dining Restaurants natürlich immer noch hier Aber war der Auslöser weil das ist ja nochmal eine ganz andere Nummer Ein Restaurant.
00:20:39: Ja, das ist eine gute Frage aber die ich dir auch sehr schnell beantworten kann denn... Ich habe ja immer schon viele nationale Gäste gehabt oder auch Gäster aus der Dachregion, aus Binnelux, die ich sonst immer in Hotels schicken musste den ich Hotels empfehlen musste.
00:21:00: und dass selber jetzt anbieten zu können ist eigentlich die logische Konsequenz der letzten Jahre gewesen Und aber dann auch die Wendräume, die wir hier haben.
00:21:10: Also die Hochzeitsgesellschaft möchte unter Umständen auch die Mannschaft, die aus den fernen Städten an Reisen irgendwo unterbringen und das kann ich natürlich anbieten.
00:21:19: Das ist natürlich unheimlich praktisch!
00:21:22: Auch für mich diese Art von Gastronomie das ganze Thema dreihundertsechzig Grad spielen zu können mit allem was zur Hospitalität dazu gehört.
00:21:31: Das freut mich sehr und es gibt Bilder Zimpiosen Ein Gewerk befruchtet das andere Gewerk und ja, man kann regelrecht Gastronomie-Pinkpong spielen.
00:21:43: Okay!
00:21:45: Und also es gab nie den Gedanken warum habe ich mir das eingetannt?
00:21:53: Ja, also dieser Gedanke hat mich natürlich schon manchmal beschlichen.
00:22:00: ehrlicherweise da muss ich schon ehrlich sein dass zwischendurch war es schon manchmal ruhig gesagt Was hast du da gemacht?
00:22:08: Was hat dich geritten, was hatte ich gebissen?
00:22:11: Was haste getrunken.
00:22:13: Aber ja... Es ist alles klar!
00:22:19: Die Geister die ich rief, wer die Suppe sich einschenkt, die muss man auch rauslöffeln, sich Sprichworte hier rausholen.
00:22:27: aber sie stehen letztendlich schon für eine sehr bewusste Entscheidung einfach.
00:22:33: Es wirkt vielleicht so, als hätte ich es einfach mal gemacht.
00:22:35: Ich habe viele Jahre darüber nachgedacht was Gastronomisch Sinn macht für mich und was überhaupt gastronomische heute noch Sinn macht und ich glaube das ist unheimlich schwer geworden.
00:22:48: einen so großen Wettbewerb durch die Möglichkeit überall heute an Nahrung zu kommen, also von der Tankstelle bis hin zum Bäcker bis hin zur Metzger.
00:22:57: Bis hin zum Supermarkt alle dürfen Essen anbieten.
00:23:01: was ich überhaupt nicht gut finde muss ich sagen weil du musst ja kein Koch sein das braucht keinen Koch Jeder darf irgendwie ein paar Stühle hinstellen und irgendwas rausgeben.
00:23:11: Wir
00:23:11: haben hier einen
00:23:13: fehlenden Meisterschutz, das finde ich ein wirkliches Unding.
00:23:20: und auch der Grund warum es heute ein klassischer Gastronom kaum noch überleben kann meiner Meinung nach... bedeutet, dass man sich sehr viele Gedanken machen muss was heute noch funktioniert und sicherlich die Wirtshäuser, die Familienbetrieben sind.
00:23:35: Und das Wirtshaus kann ja auch ein Sterne-Restaurant sein.
00:23:37: Ich finde der Sascha Stemberg ist für mich so ein typisches Beispiel dafür, das funktioniert aber es ist natürlich auch von Generationen schon aufgebaut.
00:23:45: also es ist ein Betrieb den der schon gesettelt ist.
00:23:49: sozusagen wenn man heute von null anfängt ist das unheimlich schwierig.
00:23:52: entweder macht man etwas im System wo natürlich der Einkauf und alles komplett rationalisiert, bis aufs kleinste berechnet ist.
00:24:05: Und wir ja auch vielleicht nicht immer nur in der obersten Qualität arbeiten... Also ohne Wertung!
00:24:13: Da gibt es tolle Konzepte und sehr gute Konzepten.
00:24:17: Keine Frage.
00:24:18: Fast-Food muss auch nicht gleich Jungfood sein.
00:24:21: Aber das ist dann oft schon in einer etwas anderen Price Range.
00:24:27: Das, was wir machen ist eben ein Satellitensystem.
00:24:31: Wir leben davon klassisches Restaurant-Business zu machen aber wir freuen uns auch über jedes Außerhaus Catering wo wir hinfahren dürfen, über jedes Inhausevent das wir gut kalkulieren und strukturieren können und natürlich dann jetzt eben auch übers Hotelgeschäft.
00:24:47: und deshalb glaube ich dass diese Art von Gastronomie für mich jemand der aus dem Handwerk kommt ... absolut zukunftsträchtig ist und genau deshalb habe ich mich auch... ... dafür entschieden.
00:24:58: Und das ist von Langehand
00:24:59: vorbereitet.".
00:25:00: Ja, ja!
00:25:01: Das Herz auch sicherlich ist die Schote des Fine Dining Restaurants.
00:25:05: Das hattest du dir auch vorher in Essen... ...und das wolltest du dir nicht aufgeben.
00:25:08: Du hättest dir nur eine Brasserie machen können aber du wolltest... ...Fine Dining weiterführen.
00:25:12: also das war dir schon wichtig?
00:25:15: Ja, das Fine Digning ist ein bisschen das womit alles begonnen hat.
00:25:19: Die Schote war mein erstes Restaurant, meine erste Selbstständigkeit mit der wir sehr schnell erfolgreich wurden und tolle Auszeichnungen bekommen haben.
00:25:28: Und die immer in der Markenstruktur ganz oben war auch von der sich viel abgeleitet hat.
00:25:35: Deshalb ist es für mich sehr wichtig nach wie vor hier im Haus an der Mühle zwei Restaurantkonzepte anbieten zu können.
00:25:43: Für den Gast, der mehr als zwei Tage bleibt Das ist natürlich relativ häufig, der dann einen Tag in die Brasserie gehen kann und den anderen tag in die Schrote.
00:25:53: Somit muss er das Grundstück nicht verlassen und obwohl ich ihm natürlich auch jeden Besuch bei den Kolleginnen und Kollegen gönne
00:26:02: Wie würdest du denn deine Küche beschreiben?
00:26:04: Die im in der Schorte.
00:26:06: ja also Da hadere ich oft mit was so mein Stil ist und ob ich den schon gefunden habe.
00:26:12: aber wenn Ich ganz ehrlich bin und Dann Bin Ich sehr klassisch geprägt klassisch, französisch-deutschmediterran gelernt.
00:26:20: Bei Höger haben wir sehr mediterran gekocht.
00:26:24: aber das ist meine Basis, dass es das was ich am besten kann.
00:26:28: und dann habe ich mir natürlich über meine Teammitarbeiter und auch über das was man selber so mitbekommen hat alle modernen oder nicht alle aber viele moderne Techniken natürlich auch angeeignet die wir jetzt damit einfließen lassen und mit dem wir sozusagen die Klassik interpretieren.
00:26:47: Okay, und wie viele Gänge hat Menü bei dir?
00:26:50: Es gibt ein Sechs-Gang-Menü oder einen Fünfgangmenü.
00:26:53: Aber bei diesen Menüs hat man mindestens nochmal drei Gänge vorweg... ...und ja auch noch mal ein Forticea.
00:27:00: Also das sind schon nochmal und Pralinen also da sind dann in Wahrheit... In Wahrheit sind es dann zehn, zwölf Gänge.
00:27:08: Und wie oft wechselt ihr die Menüs?
00:27:10: ist das saisonabhängig oder habt ihr dann anderen Rhythmus?
00:27:15: die Saison, die uns die Menüs wechseln lässt aber auch andere Themen.
00:27:20: Also wir schauen gar nicht mehr so sehr dass wir es wirklich immer in Gänze ändern sondern wirklich nur noch einzelne oder ein zwei Gänge damit wir die Qualität halten, damit wir wirklich sagen wir warten
00:27:31: auch
00:27:31: bis der Gang sitzt bevor wir wechselnen und gönnen uns dann die Zeit das auch behutsam und Stück für Stück zu wechselen um keinen Chaos reinzubringen So best wie möglich an den Gast zu bringen.
00:27:45: Wann sitzt so ein Gang?
00:27:46: Wie lange dauert
00:27:47: das?
00:27:47: Ganz unterschiedlich!
00:27:49: Mal sitzen, gang sofort.
00:27:51: Inklusive anrichten, dass man sagt der Sitz so genau, so richten wir ihn an und da muss man nichts mehr dran verändern... Ist
00:27:56: das eine Gemeinschaftsleistung oder...?
00:27:58: Häufige Gemeinsschaftsleistungen.
00:27:59: aber es gibt auch Gänge, an denen wir ewig dran rumdoktern und die werden dann irgendwann wieder runternehmen weil wir sagen, das ist es einfach nicht Der ist einfach verschlimmbessert.
00:28:14: Da ist nichts mehr rauszuholen, also das gibt es auch.
00:28:17: Was ist dann so ein Gang wo sofort geklickt hat?
00:28:19: Wo ihr gesagt habt wie gut ist das denn?
00:28:22: Ein Gang sicherlich im Klassiker ist bei uns das Pluma vom Iberico Mit einer Wildfang-Ganäle, wobei da haben wir auch nochmal ... Insofern gähnt er das, dass wir den am Anfang mit einem Kaisergranat gemacht haben.
00:28:33: Jetzt machen wir den eben mit dieser Ganele, weil die Ganelee noch ein bisschen fester ist als einen Kaisergranate.
00:28:38: Das passt ein bisschen besser.
00:28:40: oben drauf gibt es einen Gillet aus... Am Anfang war es mal eine Tomatenjillee, momentan ist es ein Gillete aus Pequio Pfeffer Dazu ein graupen Risotto, ein schöner Chorizo-Schaum den wir so leicht rauchig abgeschmeckt haben mit Pimenton de la Vera und oben drauf.
00:28:59: Ein kleiner Punkt von gerüsteten Blumenkohl.
00:29:02: und ja so einen Chip aus Buchweizen.
00:29:05: Ja das sind ja schon viele Komponenten aber die waren mehr oder weniger schon so im Kopf und dann habt ihr sie mal zusammen gebastelt?
00:29:11: Ja die haben wir gemeinsam in einem Gemeinsam Brainstorming entwickelt und eben, ja ich mein du dieser Surf & Turfgedanke da ist jetzt kein neuer.
00:29:20: Aber eben dann aber auch das Iberico zu nehmen und es zahlt auch ein bisschen auf meine Liebe zur mediterranen Küche ein.
00:29:29: Es ist, wir nennen den Gang auch Sommer im Spanien und ja das macht einfach Spaß dieses... Das ist für mich einen Urlaubsgang.
00:29:37: die Churizo knallt dir richtig um die Ohren und hat richtig Power.
00:29:42: des Rauchige, die Säure, die wir da drin haben.
00:29:45: Die Garnelen das ist einfach furchtbar lecker!
00:29:48: Ja wie ist das bei euch?
00:29:51: Du hast gesagt du hast gesagt dass Team entwickelt mit.
00:29:54: Du hast das Team auch schon öfter genannt.
00:29:55: klar alleine kannst du so ein Laden nicht stemmen.
00:29:58: Wie fühlst du die Leute?
00:30:00: Du bist ja schon sehr präsent hier.
00:30:01: Du bist jetzt kein Fernsehkoch der nur im Fernsehen ist.
00:30:03: Du kochst auch selber.
00:30:06: Wie nimmst du sie mit oder bezeugst dass sie dein Spirit, deine Ideen leben das Haus mit Leben führen.
00:30:12: Ich glaube mit Kathrin Lohmann meiner rechten Hand nehme ich mir einfach die Zeit die Auswahl der Mitarbeiter wirklich sorgfältig zu treffen und sich die Leute auch genau anzuschauen und da auch vermehrt eher ein Augenmerk auf Kompatibilität zu legen zu schauen.
00:30:30: passen die Menschen zu uns?
00:30:34: sind es like-minded people?
00:30:35: passen sie zu unseren Werten?
00:30:38: Das ist uns in Zweifel wichtiger als handwerkliche Skills, die natürlich in der Basis schon da sein müssen.
00:30:45: Aber an mancher Stelle eher zu vernachlässigen sind.
00:30:50: und ich glaube dadurch dass wir so ein homogenes Team sind, ist uns Spirit dar eine leidenschaft ne echte Leidenschaft den Gast glücklich zu machen aber natürlich auch Ne Galligkeit darauf Handwerklich präzise zu arbeiten.
00:31:07: Dementsprechend habe ich natürlich dann auch gute Abteilungsleiterinnen, die so, ob es im Housekeeping ist an der Rezeption oder in der Küche.
00:31:15: Das sind einfach tolle Leute mit denen ich das dann führen kann und die als Säulen ihre Abteilungen wiederführen.
00:31:24: Und da noch meine Präsenz – Ich bin sozusagen die Würze im Sinne von dass ich immer wieder zündelte, dass sich immer wieder Anzünde, in der Lage bin, Begeisterung reinzubringen.
00:31:40: Auch von draußen zu erzählen wenn ich unterwegs war oder die Leute eben auch dazu animieren auch selber rauszugehen und selber zu schauen wie machen es die anderen was passiert da draußen?
00:31:50: Was ist auf Instagram?
00:31:52: und ja ich glaube das ist wenn das so eine Art Religion ist also im positiven Sinne dass man sagt oh da finden wir alle total schön!
00:32:00: Das ist auch unser Hobby irgendwo dann hat man da schnell einen Konsens und das hilft uns sehr.
00:32:06: Okay, wie viele Arbeiten hier für die Beschrater Mühle?
00:32:09: Wir sind hier am Standort ungefähr fünfundsechzig.
00:32:12: Davon sind nicht alle fest und noch einige Aushilfen dabei.
00:32:15: aber wir machen ja das ganze jetzt tatsächlich seit zwei tausend neun Und ich habe unheimlich viel Lehrgeld gezahlt hab unheimliche Fehler gemacht.
00:32:26: Ich würde sagen wir haben uns da ganz schön entwickelt und haben wirklich viel gelernt was bedeutet Mitarbeiter zu führen und was man wann macht ... dem Bauchgefühl aufs Bauch gefühlt zu hören und auch nicht
00:32:38: nur auf das Papier zu
00:32:39: gucken.
00:32:39: Genau, und Strömungen schnell zu entdecken!
00:32:42: Okay... Und wie ist das mit den Mitarbeitern?
00:32:47: Machen die Musik mit dir auch oder gehört es auch dazu?
00:32:51: Also ich habe
00:32:51: einige Mitarbeiter, die auch Musikaffin sind.
00:32:54: Philipp unser Restaurantleiter zum Beispiel in der Schote lebt sehr gern auf, legt auch sehr gut auf.
00:33:00: Dann gibt es eine Lydia der Service-Mitarbeiterin in Müller's, die im Privaten eine R&B und Soul-Sängerin ist.
00:33:10: Und so gibt es viele Leute, die eben noch Hobbys haben und Themen, ob sie reiten oder das Thema Wein interessiert.
00:33:19: Wir haben einen Fotografen dabei.
00:33:21: Dominic, unser operativer Eventleiter hat vor als Fotograf gearbeitet.
00:33:27: So hat er eigentlich ... habe ich ganz viele Kompetenzen tatsächlich hier und ich glaube, es sind auch viele da die ich noch gar nicht in Texte a-wähle.
00:33:34: Aber eine von dir ist ja auf jeden Fall Musik und Singen und du hast ja hier auch ne kleine Bühne gebaut hab' ich schon gesehen.
00:33:40: das heißt ihr findet auch Konzerte statt?
00:33:43: Nicht nur mit dir aber du singst ja auch
00:33:46: Ja!
00:33:47: Die Bühner is toll und egal ob's die Hochzeit ist die dort ihren DJ platziert oder
00:33:53: die Band
00:33:54: oder eben der Kultursondag, den wir hier etabliert haben.
00:33:58: An dem wir Lesungen, Comedy, Theater-Schauspieler aufführen können und auch tun.
00:34:05: Das ist einfach ein schöner Ort!
00:34:07: Und wir haben wirklich großartige Namen die jetzt entweder schon da waren oder noch kommen wie beispielsweise Frank Schetzingen, der hier eine Lesung machen wird im Herbst... ...oder auch Chris Interestine Bettina Böttinger, die sich angekündigt hat.
00:34:22: Lath Eldin der gespielt hat.
00:34:25: Das ist einfach ein toller Ort und natürlich auch eine Liebe von mir, die Bühne, ich habe eine Zeit lang in Essen am Grilloteater arbeiten dürfen also zumindest so kleine Abende machen dürfen und das fand ich schon immer toll, fand immer Bühnen schön und dass das jetzt hier im Haus ist und nicht die selber bespielen und bestimmen darf wer darauf sein Unwesen treiben darf und das ist ja finde ich total geil.
00:34:52: Und die Liebe zum Musik, hast du dir das beigebracht?
00:34:55: Oder kam das irgendwo her oder habt ihr viel gesungen zu Hause.
00:34:58: Ja mein Vater spielt so fünf Instrumente und singt sehr gerne ist mit mir natürlich auch Sonntags in die Kirche gegangen.
00:35:05: als ehemaliges Mitglied des bayerisch-frankischen katholischen Knabenkurs hat er mich natürlich schon auch geprägt und das habe ich mitgenommen.
00:35:20: Ich selber war bei den Pfadfindern, wo wir viel Musik gemacht haben.
00:35:23: Hat mir dort Gitarre spielen beigebracht.
00:35:27: War dann immer auch selbst in Bands und dieses Kreative wurde bei mir zu Hause immer gefördert von meinen Eltern.
00:35:33: Das fanden die immer super!
00:35:35: Und dadurch bin ich dazugekommen, auch in Stuttgart natürlich die Hip-Hop-Szene.
00:35:39: Die mich damals geprägt hat und begeistert hat mit Freundeskreis Max Herre, Jordan Elani, Phantas massive Töne.
00:35:47: Die haben jetzt gerade ja dieses Jahr Jubiläum gefeiert im Stuttgarter.
00:35:50: Das habe ich aus der Ferne mit Liebe verfolgt.
00:35:54: Ja das sind einfach Themen, die nach wie vor in mir Ja, mir ein gutes Gefühl auslösen und mit dem ich mich gerne beschäftige.
00:36:06: Was läuft in der Küche bei der Mise en Place?
00:36:09: Das ist so'n bisschen russisch Roulette in der Küche weil natürlich alle was unterschiedliches hören und da bin ich auch selber sehr entspannt.
00:36:16: also ich find's cool wenn die da mal rummotschen und irgendwelche harten Gitarren-Sounds rein ballern oder wenn er Hip Hop läuft oder Reggae, Afrobeat Wir sind natürlich ein sehr multikulturelles Team auch mit vielen Menschen mit afrikanischem Background ist mir auch sehr wichtig.
00:36:36: Und dadurch haben wir natürlich schon eher einen größeren Black Music-Anteil, aber alles andere findet ihr eben auch statt keine Frage.
00:36:42: Cool!
00:36:44: Wir sind schon fast am Ende.
00:36:45: ich habe noch ein paar Halbsätze für dich die du gerne vervollständigen kannst und da gucken wir mal was du sagst.
00:36:51: meine größte Küchenpanne war
00:36:55: dass sich zu wenig Portion hatte
00:36:58: bei einem
00:36:59: großen Event.
00:37:01: Oh, wir
00:37:02: haben mich nicht dran.
00:37:03: Es tut mir jetzt noch weh.
00:37:06: Das beste Essen meines Lebens bisher war?
00:37:11: Das beste essen meines Lebens... Es gibt zwei, die ich wirklich drehen in den Augen hatte.
00:37:18: Das war einmal im Steirägg und einmal bei Marco Müller in Berlin.
00:37:22: Okay.
00:37:23: Weißt du nach was es war?
00:37:25: Nee das war der ganze Abend das ganze Essen.
00:37:27: Das hat mich einfach so fasziniert.
00:37:30: wie jemand auf so viele Gedanken kommen kann und so, ja.
00:37:34: Wie man mit so viel Soul an Gerichte rangehen kann.
00:37:39: Aber das flascht mich regelmäßig wenn ich auch noch zu Kollegen gehe und denke mal wow!
00:37:42: Das ist einfach so ein Glücksgefühl... Cool.
00:37:45: ...was man da manchmal hat.
00:37:47: Ja
00:37:47: also gehst du noch viel essen?
00:37:48: Ich gehe sehr gerne viel essen und merke meine Waage, sagt mir das dann auch immer.
00:37:54: aber
00:37:56: Das ist ja weiter Bildung auch für dich.
00:37:57: Ja, sehe ich genauso richtig.
00:37:58: Das sage ich der Waage auch immer.
00:38:01: Meine geheimen kulinarische Sünde ist passend zum Thema?
00:38:04: Ja das ist schon gern mal das Gummibärchen und ich trinke unheimlich gerne zuckerhaltige Getränke.
00:38:11: Ich liebe Nutella.
00:38:14: Die Pfannkuchen werden Sie am Anfang...
00:38:15: Ja ganz genau!
00:38:17: Mein unverzichtbareres Küchengerät
00:38:20: ist der Löffel und das Schneidemesser.
00:38:25: aber Ja, für mich ist so der Löffel.
00:38:27: Das sind nur die, ich probiere gerne.
00:38:29: Ich esse eigentlich alles mit dem Löffeln.
00:38:30: Man kann bei einem Löffler auch super irgendwas auskratzen oder...
00:38:32: Ist sein Menü auch sehr auf den Löffell ausgerichtet?
00:38:35: Ja, also das Löffle ist für mich das Hauptwerkzeug.
00:38:39: Also ich bräuchte oft gar nichts anderes.
00:38:41: Klar gibt es immer ein Stück Fleisch was du schon mal schneiden musst irgendwie aber ... Meistens ist das ja heute auch alle so superzart und dann manchmal in so kleinen Stücken, dass du es gut auf dem Löffel kriegst.
00:38:50: Aber Löffeln sind für mich synonym für Schlatzigkeit.
00:38:55: Irgendwo durchfahren, in Püree unten eine Soße aufnehmen, zerdrücken am Gaumen... Das ist für mich Jami.
00:39:02: Okay cool!
00:39:03: In fünfzig Jahren wird die Gastronomie?
00:39:08: In fünfzehn Jahren wird der Gastronomie wenn es nicht gesetzliche Änderungen gibt noch klassifizierter, aufgeteilt sein.
00:39:16: Der klassische Familienbetrieb wird fast von der Bildfläche verschwunden sein.
00:39:22: Es wird einige Luxushäuser noch geben die ja im Luxussegment arbeiten und es wird viel Systema geben.
00:39:32: Okay das waren schon die Halbsätze.
00:39:34: eine letzte Frage gibt's noch die ich immer gerne stelle was gab's denn heute für den Team zu essen?
00:39:39: Ja heute gabs ein bisschen einen Reste essen, aber ein sehr gutes Rest der Essen.
00:39:45: Wir hatten nämlich Hühnerfrikassee was wir gemacht hatten aus den Hühnerkäulen die wir über hatten aus der Schote.
00:39:53: Wir haben lange jetzt einen Stumpenkükengang gehabt und dann haben wir die Hühnakäulen immer überall daraus, haben wir Hühnersfrikassé gemacht.
00:40:00: Dazu gab es schön Reis.
00:40:01: Bei uns gibt's immer einen Salat, also das ist so ein bisschen Primisse.
00:40:04: Heute aufgrund der Hitze gab's eine schöne aufgeschnittene Wassermelone noch dazu.
00:40:09: Sind über dreißig Grad?
00:40:10: Ja genau und wir hatten auch noch ein paar kleine Eis am Stiel im Froster.
00:40:15: Und ja, es gibt immer... Wir versuchen immer echte Gerichte zu kochen.
00:40:21: Also Gerichte die man auch servieren könnte, seinen Gästen servieren könnten weil wir gemerkt haben wenn frei irgendwie was zusammen manchen, dann entsteht die Qualität nicht.
00:40:33: Und mir ist es sehr wichtig dass wir auch sehr gut essen gemeinsam als Team.
00:40:37: und ja wer ist meistens im Saal oder auf der Terrasse hier?
00:40:42: Ja heute Hühnerfrikassé!
00:40:44: Das war doch ein schönes Schlusswort.
00:40:47: Vielen Dank liebe Nelson für deine Zeit, für die tollen Einblicke,
00:40:50: Nidhi
00:40:51: Pratamüle und wir sehen uns gleich beim Essen.
00:40:55: Ja, ich freue mich drauf.
00:40:55: Bin sehr gespannt was du sagst!
00:41:00: Das war der Feinschmecker Podcast.
00:41:02: Vielen Dank fürs Zuhören.
00:41:04: Weitere Geschichten rund um Spitzenköchenen und Spitzenküche findet ihr natürlich im Heft auf feinschmekker.de und in unserem Newsletter.
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